Strafrecht

Strafrecht

Das Strafrecht bestimmt die Regeln und Voraussetzungen, unter denen sich eine natürliche oder juristische Person strafbar machen kann und wie sich Opfer dagegen zur Wehr setzen können.

Das Strafrecht begegnet uns nicht nur in Fällen von Diebstahl, Einbrüchen und Körperverletzungen, sondern auch im Strassenverkehr, beim Handel und Konsum von Betäubungsmitteln, beim Besitz von Waffen, im Tierschutzrecht etc. Wenn ein Strafbefehl ins Haus flattert, ist die Unsicherheit meist gross. Was bedeutet dies nun? Wie kann ich mich verteidigen? Wer Opfer eines Delikts wurde, fragt sich dagegen, wie es den Täter zur Rechenschaft ziehen kann. In diesen Fällen, wo Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte involviert sein können, ist ein Überblick zu behalten oftmals nicht einfach.

Wir beraten Sie gerne als beschuldigte Person oder als Opfer/Geschädigten in jeglichen Bereichen des Strafrechts. Ebenso stehen wir Ihnen bei Einvernahmen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft sowie dem gesamten, auch gerichtlichen, Verfahren gerne zur Seite.

Unsere Tätigkeit umfasst:
  • Beratung und Vertretung von Opfern/Geschädigten
  • Beratung bei Strafbefehlen
  • Beratung bei Strafanzeigen/Strafanträgen
  • Beratung bei Führerausweisentzug
  • Vertretung vor Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten
  • etc.

 


Blogbeiträge

Die Siegelung im Strafprozess

Wenn die Strafbehörden Unterlagen, Handys oder Laptops beschlagnahmen wollen, kann das für den betroffenen Eigentümer heikel sein. Oft enthalten diese Beweismittel private Informationen oder solche, die gesetzlich besonders geschützt sind – zum Beispiel Anwaltskorrespondenz oder Arztunterlagen. Hier kommt die sogenannte Siegelung ins Spiel.

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Einmal einverstanden heisst nicht immer einverstanden

In einem aktuellen Entscheid des Bundesgerichts stellte sich die Frage: Darf man sich bei Sexualkontakten – auch bei ungewöhnlichen oder zuvor explizit vereinbarten Praktiken – auf eine frühere Zustimmung verlassen? Das Bundesgericht hat diese Frage klar beantwortet: Nein. Zustimmung gilt immer nur für den konkreten Moment.

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Lästern – wann wird’s heikel?

Ein bisschen Tratsch hier, ein spitzer Kommentar da – Lästern gehört zum Alltag wie der Kaffee am Morgen. Ob im Büro, in der WhatsApp-Gruppe oder beim Feierabendbier: Über andere zu reden, ist menschlich. Aber ist es auch legal? Die kurze Antwort: Kommt drauf an.

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Kein Platz für Bagatellisierung – Bundesgericht präzisiert Tätigkeitsverbot

Das Strafgesetzbuch kennt für gewisse Sexualstraftaten ein zwingendes lebenslängliches Tätigkeitsverbot – etwa für Berufe mit Kontakt zu Kindern. Nach Art. 67 Abs. 4bis StGB kann jedoch ausnahmsweise davon abgesehen werden, wenn zwei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: Erstens muss es sich um einen „besonders leichten Fall“ handeln, zweitens darf das Verbot nicht notwendig sein, um weitere Taten zu verhindern.

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Bundesgericht zur Sicherheitshaft im Berufungsverfahren

Mit dem zur Publikation vorgesehenen Urteil 7B_358/2025 vom 28. Mai 2025 klärt das Bundesgericht zentrale Fragen zur Anordnung und Verlängerung der Sicherheitshaft im Berufungsverfahren bei selbständigen nachträglichen Entscheiden – konkret bei der Verlängerung einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB.

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Telefonkontakt mit Verteidigung: Bundesgericht stärkt Rechte inhaftierter Personen

Mit dem Urteil 7B_1295/2024 vom 19. März 2025 hat das Bundesgericht einen bedeutenden Entscheid gefällt. Im Zentrum steht das Recht inhaftierter Personen auf telefonischen Kontakt mit ihrer Verteidigung – ein Thema, welches bislang nicht abschliessend geklärt war und nun erfreuliche Klarheit erfährt.

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Smartphones im Visier der Strafverfolgung - was bleibt vom Schutz der Privatsphäre?

Kein Gerät enthält heute so viele persönliche Informationen wie das Smartphone – von Chatverläufen über Fotos bis hin zu Gesundheitsdaten. Diese Daten geraten zunehmend ins Visier der Strafverfolgungsbehörden.

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Strafrechtliche Einschätzung für «20 Minuten»

Die heutige Ausgabe der Zeitung «20 Minuten» enthält einen Bericht über einen Onlineshop, der einer Kundin mit einer Strafanzeige drohte, nachdem diese nach einer Bestellung eine negative Rezension hinterlassen hat: https://www.20min.ch/story/shopping-frust-onlineshop-droht-kundin-nach-negativer-bewertung-mit-strafanzeige-103299452.

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Vorsicht bei Velos auf dem Fussgängerstreifen

Ein jüngst veröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts zeigt, wie komplex die Beurteilung von Verkehrsunfällen sein kann. Ausgangspunkt war eine Kollision zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer am 24. Oktober 2019.

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Verwertbarkeit des Entsperrcodes ohne Belehrung

Stellen Sie sich vor, die Polizei steht vor Ihrer Tür, durchsucht Ihre Wohnung und fordert Sie plötzlich auf, den PIN-Code Ihres Handys preiszugeben. Ohne lange nachzudenken, geben Sie die Zahlenkombination ein – schliesslich sind es Beamte, die fragen. Doch dürfen die Behörden das überhaupt verlangen? Das Bundesgericht hat mit einem aktuellen Entscheid klargestellt: Nein, ohne vorherige Belehrung über das Aussage- und Mitwirkungsverweigerungsrecht ist eine solche Aufforderung unzulässig.

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Üble Nachrede durch «Like» auf Social Media?

Ehrverletzende Aussagen sind im Internet weit verbreitet, insbesondere auf Social-Media-Plattformen. Strafrechtlich relevant ist dabei insbesondere die Üble Nachrede gemäss Art. 173 StGB. Danach ist strafbar, wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt oder wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet. Nicht nur die ursprüngliche Aussage, sondern auch deren Weiterverbreitung kann daher strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die zentrale Frage lautet: Kann auch das Liken oder Teilen eines solchen Beitrags auf Social Media bereits eine strafbare Handlung darstellen?

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Einziehbarkeit von Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass in der Schweiz der Konsum von Betäubungsmitteln wie Cannabis verboten und strafbar ist. Bereits vor über einem Jahrzehnt wurde jedoch gesetzlich klargestellt, dass der Besitz von geringfügigen Mengen für den Eigenkonsum – wie bis zu zehn Gramm Cannabis – nicht strafbar ist. Doch bedeutet diese Straflosigkeit auch, dass die Polizei solche Betäubungsmittel bei einer Kontrolle nicht einziehen darf?

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Strafbefreiung bei Beschimpfungen via E-Mail?

Beleidigungen und herabsetzende Äusserungen gehören leider häufig zu zwischenmenschlichen Konflikten, insbesondere in belastenden Beziehungen. Doch wann wird eine Beschimpfung strafrechtlich relevant? Nach Artikel 177 StGB liegt eine strafbare Beschimpfung vor, wenn jemand durch Worte, Gesten oder Schrift in seiner Ehre angegriffen wird. Das Gesetz erlaubt eine Strafbefreiung, wenn die beschimpfte Person unmittelbar durch eigenes ungebührliches Verhalten Anlass dazu gab.

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Vorsicht beim Füttern der Nachbarskatze!

Wer kennt sie nicht, die Nachbarskatze, die im eigenen Garten oder sogar in der eigenen Wohnung vorbeischaut. Oft fällt es schwer, der Versuchung zu widerstehen und der Katze nicht etwas zu fressen anzubieten. Doch darf man die Nachbarskatze überhaupt füttern?

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NEU: Vorschusszahlungspflicht bei Ehrverletzungsdelikten möglich

Gemäss Bundesamt für Statistik haben sich die Fälle einer Ehrverletzung (d.h. üble Nachrede, Verleumdung und Beleidigung) seit 2009 mehr als verdoppelt. Bei Ehrverletzungsdelikten handelt es sich um Antragsdelikte - die Statistik bedeutet also indirekt auch, dass seit 2009 bedeutend mehr Strafanträge bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind. Der Grund für das Einreichen eines Strafantrags liegt dabei oftmals im Wunsch nach persönlicher Vergeltung, was eigentlich nicht Zweck des Strafrechts darstellt. Dem wollte das Parlament entgegenwirken und hat die Hürde für einen Strafantrag erhöht.

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Herbstbuffet aus Nachbars Garten

Es ist wieder so weit: Im Herbst werfen die Bäume nicht nur ihr Laub, sondern auch haufenweise Früchte ab. Äpfel, Maroni, eine Hülle und Fülle an Nüssen – sie stapeln sich im Überfluss auf der Wiese unter den Bäumen und Sträuchern des Nachbarn, und keiner macht Anstalten, sie aufzusammeln. Da darf man beim Vorbeigehen doch mal zugreifen – oder?

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Schreckensmoment auf Bergwanderung

Ein Berggänger war mit seiner Frau auf einem öffentlichen Wanderweg unterwegs. Dieser führte durch eine Kuhweide, welche mittels Elektrodraht eingezäunt war. An beiden Enden der Weide gab es einen Durchgang, welcher mit einem sogenannten Torgriff geöffnet und geschlossen werden konnte. Als die beiden die Weide durchquert hatten, packte er den Griff und jäh durchfuhr ihn ein fürchterlicher Schmerz. Als er den Plastikriff genauer betrachtete, sah er, dass ein Draht um den Griff gewickelt war und dieser unter Strom gesetzt wurde. Ein Lausbubenstreich oder ein Bauer, der sich nicht zu den Wanderfreunden zählt?

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Schikanestopp – Gefährlich und unnötig

Was gilt als Schikanestopp und was sind die Folgen für den Verursacher?
Ein Schikanestopp liegt vor, wenn durch brüskes Anhalten oder Bremsen, natürlich nicht in einem Notfall, die Fahrt plötzlich verzögert oder gar angehalten wird. Der Verantwortliche weiss oder muss wissen, dass er dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

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Das geheimnisvolle Christkind und seine Tücken

Eltern, Gotti, Götti, Tanten und Onkel, welche aktuell im Auftrag des Christkindli tätig sind, aufgepasst!

Wer ein Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnis verrät, das er infolge einer vertraglichen Pflicht bewahren sollte, wird auf Antrag bestraft. So steht es im Strafgesetzbuch. Das wohlgehütete Geheimnis über das Christkind sollte daher nicht leichtfertig gelüftet werden.

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Ansprüche aus Vertrag können nicht adhäsionsweise im Strafverfahren geltend gemacht werden

In einem Fall betreffend ein Adhäsionsverfahren, in dem der Beschuldigte zwar von den strafrechtlichen Vorwürfen gegen ihn freigesprochen wurde, die privatrechtlichen Forderungen der Kläger allerdings gutgeheissen wurden, entschied das Bundesgericht, dass vertragliche Ansprüche nicht Gegenstand einer Adhäsionsklage im Strafverfahren sein können.

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Drängler aufgepasst – es lohnt sich nicht

Wer kennt es nicht? Im Strassenverkehr wird gedrängelt. Wer mit dem Auto unterwegs ist, vor allem auf der Autobahn, hat damit bestimmt schon seine Erfahrungen gemacht. Was aber droht einem Drängler? Und wo fängt Drängeln an?

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Aufgepasst, wenn die Nerven blank liegen

Je länger die Pandemie, umso blanker unsere Nerven. Das Schreibaby des Nachbarn oder der Trödler auf der Strasse können rasch zu eskalierenden Situationen führen. Wenn Menschen streiten, kommt es nicht selten zu Ehrverletzungsdelikten. Dabei fragt sich: Was muss ich mir von meinen Mitmenschen gefallen lassen und wie kann und soll ich die ehrverletzenden Äusserungen beweisen?

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Grenzen der Videoüberwachung

Die gute Botschaft vorweg: Die Videoüberwachung privater Räume und Aussenbereiche ist nicht generell verboten. Jedoch auch nicht schrankenlos zulässig. Schranken setzt das Datenschutzrecht, denn eine Videoüberwachung, auf welcher Personen erkennbar sind, gilt als Bearbeitung von Personendaten. Auch Bilder von Menschen gelten als Personendaten.
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Vermeintlich lustig kann strafbar sein

In einem Vereins-Chat wird ein Gedicht «weitergeleitet»: «….die feilschen und füllen mit Geld ihre Taschen, da gucken wir dumm, wir einheimischen Flaschen». Und in den Zeilen davor polemisiert der unbekannte Texter in Reimform über Osteuropäer, Türken und Asylanten. Der Text bewegt sich im Grenzbereich zur Rassismus-Strafnorm.

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Tatort Fussballplatz

Manche Sportlerin und mancher Sportler dürfte sich nach der Lektüre eines jüngeren Entscheids des Bundesgerichts mit einem Fuss im Gefängnis wähnen. Der Fall betraf ein Fussballspiel zweier Amateurmannschaften im Kanton Freiburg. Ein Spieler tackelte seinen ballführenden Gegner auf Höhe des Knöchels mit gestrecktem Bein.
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Toleranz-Grenzen im Gastro-Betrieb

Das kann in jedem Tourismusgebiet vorkommen: Das bestellte Essen will und will nicht kommen. Köche und Servierpersonal sind überfordert. Sichtlich genervt mahnt der Gast ein drittes und letztes Mal bis er die Geduld verliert und das Lokal verlässt, ohne zu bezahlen. Ist das nun strafbare Zechprellerei?
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Private Dashcams – Sicherheit oder Eingriff in unsere Persönlichkeit?

Sogenannte Dashcams werden immer beliebter. Wenn die Benutzung auch grundsätzlich erlaubt ist, bewegt sich der Nutzer dennoch in einem rechtlichen Graubereich. Denn mit Dashcams betreibt man als Privatperson Videoüberwachungen auf öffentlichem Grund und muss sich daher an die Grundsätze des Datenschutzes halten. Ansonsten riskiert man eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung oder macht sich schlimmstenfalls gar strafbar.
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Neue Überwachungsmethode des Staates

 Am 1. Januar 2018 sind im Schweizerischen Strafgesetzbuch neue Bestimmungen in Kraft getreten. Unter anderem darf der Staat mit dem neuen Artikel 79b elektronisch überwachen.
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Drum prüfe, was auf den Teller kommt (aus dem Bezirksgericht Bülach)

Der Hehlerei macht sich strafbar, wer eine Sache erwirbt, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie ein anderer durch eine strafbare Handlung erlangt hat.
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