Eherecht, Familienrecht

Eherecht, Familienrecht

Das Ehe- und Familienrecht befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Ehegatten, genauso wie mit dem Verhältnis zwischen Elternteilen und Kindern.

Aus dem Zusammenschluss zu einer Ehe oder der Geburt eines Kindes entstehen nicht nur familiäre, sondern auch rechtliche Verbindungen. Oftmals werden eheliche oder familiäre Angelegenheiten kompliziert und rechtlich überfordernd. Ich sehe keine weitere Zukunft, was sind die Voraussetzungen für eine Scheidung? Welche Ansprüche habe ich nach einer Scheidung? Ich möchte mit einer Scheidung noch zuwarten, welche Alternativen gibt es? Kann ich das alleinige Sorgerecht beantragen? Was passiert, wenn der Unterhalt an das Kind ausbleibt?

Ob verheiratet oder unverheiratet, mit Kindern oder kinderlos: Wir beraten Sie gerne in jeglichen Bereichen des Ehe- und Familienrechts. Ebenso stehen wir Ihnen bei Verfahren vor Behörden und Gerichten gerne zur Seite.

Unsere Tätigkeit umfasst:
  • Beratung bei Eheschutzmassnahmen (Auszug, eheliche Unterhaltszahlungen, Kindesunterhalt etc.)
  • Beratung bei Scheidungen (güterrechtliche Auseinandersetzung, nacheheliche Unterhaltszahlungen, Kindesunterhalt etc.)
  • Beratung bei Kinderbelangen (Anerkennung, Obhut, Sorgerecht, Kindesunterhalt)
  • Vertretung vor Behörden und Gerichten
  • etc.

 


Blogbeiträge

Unterhalt nach „hypothetischem Einkommen“

Bei der Kindesunterhaltsberechnung zählt nicht immer nur das Einkommen, das tatsächlich auf dem Lohnzettel steht, sondern unter Umständen auch jenes, das jemand nach Ansicht des Gerichts erzielen könnte. Dann ist die Rede vom sogenannten „hypothetischen Einkommen“. Eine solche Annahme kann den Unterhalt massiv beeinflussen – und ist deshalb oft umstritten.

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Alternierende Obhut – rechtliche Grundlagen und praktische Herausforderungen

Im Rahmen einer Trennung oder Scheidung ist häufig auch die Betreuung der Kinder zu regeln. Im besten Fall gemeinsam unter den Eltern, im Konfliktfall durch das Gericht oder die Kindesschutzbehörde.

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Zumutbarer Vermögensverzehr zur Deckung von Unterhalt

In einem aktuellen Entscheid (BGer 5A_496/2024 vom 21. Mai 2025) präzisiert das Bundesgericht die Voraussetzungen, unter denen ein unterhaltspflichtiger Elternteil gezwungen werden kann, auf sein Vermögen zurückzugreifen, wenn das laufende Einkommen zur Deckung der Unterhaltspflichten nicht ausreicht. Das Urteil bringt wichtige Klarstellungen – und korrigiert einen pauschalen Entscheid der Vorinstanz.

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Mögliche persönliche und finanzielle Folgen der Ehe

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts hat ein grosser Teil der Menschen im Leben mindestens einmal geheiratet. Heute heiratet noch knapp die Hälfte der Volljährigen. Weiterhin gilt, dass sich im Frühjahr und Sommer besonders viele Paare das Jawort geben. Meist romantisch. Das Unromantische kommt oft zu kurz: Kenntnis und Klärung der ehelichen Pflichten und die Regelung des angemessenen ehelichen Güterstandes. Hier eine kurze Auslegeordnung:

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Fortpflanzungsmedizin: Was ist erlaubt?

Wegen Unfruchtbarkeit oder schwerer Erbkrankheit erfüllen sich in der Schweiz jährlich rund 6’600 Paare mit medizinischer Hilfe den Kinderwunsch. Seit 2001 ist das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) in Kraft. Fortpflanzungsmedizin bedeutet insbesondere die Herbeiführung einer Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr. Die Fortpflanzungsmedizin wirft ethische, rechtliche und soziale Fragen auf.

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Unterhalt für den geschiedenen Ehegatten – wie lange muss er bezahlt werden?

Die Scheidungsrate in der Schweiz beträgt rund 40% und die durchschnittliche Ehedauer liegt bei 15 Jahren. Das Scheidungsrisiko ist also nicht von der Hand zu weisen. Doch wie steht es um die finanzielle Situation nach einer Ehescheidung?

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Was passiert im medizinischen Notfall, wenn keine Patientenverfügung vorliegt?

Für den Fall, dass eine Person ihren Willen nicht mehr äussern kann, z.B. weil sie nach einem schweren Unfall im Koma liegt, kann sie mit einer Patientenverfügung im Voraus festlegen, welchen medizinischen Massnahmen sie in diesem Fall zustimmt oder auch, welche Person sie gegenüber der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt vertreten soll, um das weitere medizinische Vorgehen festzulegen. Was aber, wenn keine Patientenverfügung vorliegt?

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Anpassung Kindesunterhalt bei Einkommenserhöhung des betreuenden Elternteils

Der Betreuungsunterhalt soll die bestmögliche Betreuung des Kindes gewährleisten. Mit anderen Worten deckt er diejenigen Kosten ab, die einem Elternteil dadurch entstehen, dass er aufgrund der persönlichen Betreuung des Kindes davon abgehalten wird, durch Arbeitseinkommen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Kurz: Der Betreuungsunterhalt gleicht die Einkommenseinbussen aus, die durch die Betreuung des Kindes entstehen. Demgegenüber steht der Barunterhalt, der die (direkten) Kosten für das Kind (Kleidung, Nahrung, Krankenversicherung, Betreuung durch Dritte usw.) deckt. Betreuungs- und Barunterhalt stellen den Kindesunterhalt dar.

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Konkubinatsvertrag

Seit 1970 ist die Zahl der Erstheiraten rückläufig – trotz des anhaltenden Bevölkerungswachstums. Im Jahr 2020 wurden nur noch 25’700 Erstheiraten verzeichnet, gegenüber dem Rekordhoch im Jahr 1969 (40'000 Erstheiraten). Die Zahl der Paare, die ohne Trauschein zusammenleben ist hoch, leben doch rund 75 Prozent der 18- bis 80-jährigen in einer Beziehung. Und dies, obwohl die Ehe juristisch betrachtet diverse Vorteile bringt, die im Konkubinat zum Teil gar nicht geregelt werden können oder nur mit einem Konkubinatsvertrag gelten. Beispielsweise:

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Wer bezahlt für die Kinder nach einer Trennung und/oder Ehescheidung?

Lebt die Familie zusammen, geht das Gesetz davon aus, dass beide Elternteile gemeinsam - ein jeder nach seinen Kräften - für Pflege, Erziehung und Unterhalt des Kindes sorgen. Doch wenn die Eltern getrennt leben, wird relevant, wer an wen welchen Geldbetrag zu leisten hat.

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Über die Trennungszeit zur Ehescheidung

Ein Ehescheidungsverfahren kann zwischen wenigen Monaten bis Jahre dauern. Kurz ist das Verfahren, wenn die Eheleute mit seriös vorbereiteter Konvention gemeinsam auf Scheidung klagen. Sei es, nach einer Mediation, sei es nach anwaltschaftlicher Beratung und/oder Begleitung. Das Gericht überprüft Konventionen nur auf Fairness und auf grobe Verletzung der Kindesinteressen hin. Seit 2010 gilt keine zweimonatige Bedenkfrist mehr. In solchen Fällen ist mit zwei bis sechs Monaten zu rechnen, je nach Belastung des Gerichts.

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Die Mutter möchte mit den Kindern ins Ausland ziehen – darf sie das?

Die Eltern leben getrennt, sie haben zwei gemeinsame minderjährige Kinder. Im Eheschutzverfahren konnten sie sich auf die gemeinsame Obhut mit überwiegender Betreuung durch die Mutter verständigen. Die Mutter möchte nun gemeinsam mit den Kindern ins Ausland umziehen. Sofern der Vater mit der Verlegung des Wohnsitzes einverstanden ist, darf die Mutter unproblematisch umziehen. Andernfalls muss das Gericht darüber entscheiden und die Zustimmung entweder erteilen oder versagen.

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Namen bei der Heirat – es tut sich was

Bei der täglichen Beratung, was eine Heirat für juristische Konsequenzen hat, stellt sich immer wieder die Frage, was passiert mit Namen und Bürgerrecht?

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Konkubinat: Schicksal der Wohnung bei Auflösung

Wenn ein Paar dauerhaft in einer Beziehung zusammenlebt, jedoch ohne zu heiraten oder eine eingetragene Partnerschaft einzugehen, dann spricht man von einem Konkubinat.

Für das Konkubinat gelten nicht dieselben gesetzlichen Regeln wie in der Ehe. Wenn die Partner sich trennen und das Konkubinat aufgelöst wird, kommen also nicht die Bestimmungen des ehelichen Güterrechts zur Anwendung, wie es bei einer Scheidung der Fall wäre. Stattdessen wird nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Recht der einfachen Gesellschaft angewendet.

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Errungenschaftsbeteiligung und güterrechtliche Auseinandersetzung: Was bedeutet das?

Mit der Heirat unterliegen Paare einem sogenannten «Güterstand». Hat ein Ehepaar keine besondere Vereinbarung getroffen, gilt bezüglich der Vermögensverhältnisse der Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung. Hier hat jeder Ehegatte / jede Ehegattin Eigengut und Errungenschaft. Eigengut ist das, was der Ehegatte / die Ehegattin in die Ehe eingebracht hat und während der Ehe geschenkt erhalten oder geerbt hat. Die Errungenschaft bildet das durch Lohn angesparte Vermögen oder die während der Ehe geäufneten Sparguthaben in der 3. Säule. Der Vorsorgeausgleich des während der Ehe in der Pensionskasse angesparten Guthabens sowie das AHV-Splitting erfolgt separat.

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Volljährigenunterhalt: Wie viel vom Lehrlingslohn wird angerechnet?

Lassen Eltern sich scheiden, stellt sich die Frage, wie viel Unterhalt für die Kinder geleistet werden muss. Eine Unterhaltspflicht besteht mitunter nicht nur für minderjährige, sondern - zumindest teilweise - auch für volljährige Kinder, die noch in der Ausbildung stecken. Verdient das Kind während seiner Ausbildung, so kann von ihm aber erwartet werden, dass es etwas zum eigenen Unterhalt beiträgt.

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Unterhaltsbeiträge der Teuerung anpassen

In Zeiten steigender Inflation ist es ratsam, das Scheidungsurteil oder den Unterhaltsvertrag genauer anzuschauen. Wird nach einem Scheidungsurteil Unterhalt geschuldet, ist dieser nicht notwendigerweise „fix“: Enthält das Urteil oder der Unterhaltsvertrag eine „Teuerungsklausel“ – somit die Möglichkeit einer Anpassung des Unterhaltsbeitrags an die allgemeine Teuerung – so kann diese Anpassung anfangs Jahr verlangt werden. Meistens. Denn auf den Wortlaut der Teuerungsklausel kommt es an. Es muss geprüft werden, ob die Teuerung ohne Vorbehalt, also immer auszugleichen ist oder nur dann, wenn das Einkommen des Unterhaltsschuldners mit der Teuerung Schritt hält.

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Familienwohnung verpfändet – welche Rechte hat der Ehegatte des Schuldners?

Mit einem Pfand wird in der Regel eine Forderung der Gläubigerin gesichert. Erbringt der Schuldner die Forderung nicht, kann die Gläubigerin ihn auf Pfandverwertung betreiben – das heisst: Sie kann den verpfändeten Gegenstand verwerten. Handelt es sich beim verpfändeten Gegenstand um ein Grundstück oder eine Liegenschaft, spricht man von einem Grundpfand.

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Konkubinat: Grosse Freiheit oder Stolperstein?

Wenn ein Paar zusammenlebt, ohne eine Ehe eingegangen zu sein, lebt es in einem Konkubinat. Diese Lebensform ist im Gesetz, im Gegensatz zur Ehe, nicht geregelt und bietet deshalb gewisse Freiheiten. Zu beachten gilt es aber, dass Konkubinatspartner auch nicht die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie in einer Ehe.

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Kryptowährungen – ein schweres Erbe?

Bitcoin, Ethereum, Cardano, Ripple – so ungewöhnlich die Namen noch immer klingen mögen, so schnell haben diese und etliche andere Kryptowährungen Einzug in unseren Alltag gehalten. So vernimmt man bisweilen von mehrfachen Krypto-Millionären, von Bitcoin-Starter-Kits, von Kryptofonds in der Säule 3a, von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in El Salvador und natürlich auch vom immerwährenden Risiko eines Totalverlustes. Doch was sind Kryptowährungen eigentlich?

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Vom Demenz- und Wiederverheiratungsvorbehalt

Im juristischen Beratungsalltag zum Thema Nachlassregelung wollen sich viele Eheleute „bestmöglich begünstigen“. Das heisst: Im Todesfall des Erstversterbenden soll der oder die Überlebende möglichst viel erhalten, die Kinder sollen erst zum Zuge kommen, wenn auch der zweite Elternteil verstirbt.

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Eheliches Vertretungsrecht versus Vorsorgeauftrag

 Eine verheiratete Frau erleidet bei einem Skiunfall einen schlimmen Aufprall. Nach monatelangem Spitalaufenthalt im Koma steht fest: Sie bleibt urteilsunfähig. Sie kann ihre Entscheide nicht mehr selber treffen.

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Höhere Hürden für Ergänzungsleistungen

Im Falle eines Pflegeheimeintritts das gesamte Vermögen aufwenden zu müssen und nichts mehr vererben zu können, ist ein oft gehörtes Schreckensszenario für das Alter. Denn: Allfällige Ergänzungsleistungen durch den Staat werden erst ausgerichtet, wenn das Vermögen grossmehrheitlich verbraucht ist.
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Hausrat und Haustiere bei der Trennung: Wer erhält was?

Lebensgemeinschaften halten nicht immer ewig. Bei der Trennung kommt es bisweilen zu harten Konflikten: Wer bekommt jetzt den Familienhund, wer die Kanarienvögel, wer die schöne Bettwäsche, wer das Notebook?
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Kurzarbeit wegen Corona – Kann ich mich von der Unterhaltspflicht befreien?

Kurzarbeit, Kündigungen, frühzeitiges Saisonende, fehlende Einkünfte von Selbständigen - die Palette an wirtschaftlichen Einbussen aufgrund der Corona-Krise ist gross. Besonders betroffen sind Menschen mit familiären Unterhaltspflichten, die schon in wirtschaftlich „guten“ Zeiten für viele eine grosse Last bedeuten. Nun spitzen sich die Engpässe zu. Was tun?
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Haftung in der Ehe

In Trennungs- und Scheidungsberatungen stellt sich oftmals die Frage, wer haftet für die Schulden? Krass ist das folgende – nicht ganz frei erfundene – Beispiel: Die Frau stellt mit einem Mal fest, dass ihr Mann Kreditkartenschulden von rund CHF 20‘000.- auflaufen liess – ohne je ein Wort davon zu sagen. Haftet sie dafür?
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Freie Wahl des Familiennamens – eine Qual?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auch beim Festlegen des Familiennamens bei der Heirat. Spätestens vor der Zivilstandsbeamtin müssen die Eheleute bestimmen, ob sie den Ledig-Namen eines Ehepartners als gemeinsamen Familiennamen führen wollen oder ob sie beide unter dem bisherigen „Ledig-Namen“ leben wollen.
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Erbausschlagung – wer ist der Nächste?

Amtliche Liquidationen von Erbschaften haben keine Seltenheit, wie ein regelmässiger Blick ins Amtsblatt zeigt. Sind keine Erben vorhanden oder wird die Erbschaft von allen Erben ausgeschlagen, so gelangt die Erbschaft zur Liquidation durch das Konkursamt. In der Regel werden Erbschaften ausgeschlagen, weil der Nachlass mehr Passiven als Aktiven aufweist bzw. überschuldet ist.
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Enterbung der Kinder

Seit einem Streit an einem Familienfest vor elf Jahren haben meine Kinder den Kontakt zu mir vollständig abgebrochen. Ich mache mir nun Gedanken um mein Testament und möchte um jeden Preis vermeiden, dass meine beiden Kinder etwas von mir erben. Ist so etwas überhaupt möglich? Kann ich meine Kinder enterben?

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