Véronique Dumoulin ist Partnerin
Wenn das Erbe ungleich verteilt ist – Ausgleichung und Herabsetzung
Wer ein Erbe antritt, geht oft davon aus, dass der Nachlass gerecht unter den Erben verteilt wird. Doch was passiert, wenn ein Kind bereits zu Lebzeiten des Erblassers eine grosse Geldsumme erhalten hat? Oder wenn ein Testament bestimmte Erben stark bevorzugt, sodass andere fast leer ausgehen? Genau in solchen Fällen greifen die erbrechtlichen Regeln der Ausgleichung und Herabsetzung.
Verstärkung für das Glaus Gabathuler-Team: Wir begrüssen MLaw Marina Graf

Freie Hände am Steuer – oder doch nicht?
Seit Jahren schreitet die Automatisierung im Strassenverkehr voran: Während Tempomat und Spurassistent mittlerweile praktisch zur Standardausstattung neuer Fahrzeuge gehören, gibt es seit einigen Jahren auch immer mehr Fahrzeugmodelle, die automatisiertes Fahren ermöglichen. Bisher durften Fahrzeuglenker das Steuer nicht loslassen – doch seit dem 1. März 2025 ist dies mittels Autobahnpilot ausdrücklich erlaubt. Das bedeutet Hände weg vom Steuer und Powernap – oder?
Adipositas als IV-Fall: Praxisänderung des Bundesgerichts
Innerhalb der letzten 30 Jahren hat sich der Anteil der adipösen (stark übergewichtigen) Menschen in der Schweiz verdoppelt. Doch was passiert, wenn starkes Übergewicht zu einer ernsthaften Beeinträchtigung im Alltag wird? Bislang wurde Adipositas von der Invalidenversicherung meist nicht als eigenständiger Grund für eine Invalidität anerkannt – mit der Begründung, Betroffene könnten ihr Gewicht mit entsprechender Willenskraft reduzieren.
Stockwerkeigentum und Reglementsverstösse
Stockwerkeigentümergemeinschaften regeln das Zusammenleben mittels Reglementen. Doch was passiert, wenn ein Eigentümer gegen eine Bestimmung verstösst? Muss die Gemeinschaft zwingend eingreifen? Das Bundesgericht klärte diese Frage im aktuellen Entscheid BGer 5A_17/2024.
Strafrechtliche Einschätzung für «20 Minuten»
Die heutige Ausgabe der Zeitung «20 Minuten» enthält einen Bericht über einen Onlineshop, der einer Kundin mit einer Strafanzeige drohte, nachdem diese nach einer Bestellung eine negative Rezension hinterlassen hat: https://www.20min.ch/story/shopping-frust-onlineshop-droht-kundin-nach-negativer-bewertung-mit-strafanzeige-103299452.
Aufhebungsvertrag als Alternative zur Kündigung?
Ein Arbeitsverhältnis endet üblicherweise durch Kündigung. Doch was passiert, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig sind, dass eine Fortsetzung nicht sinnvoll ist? In solchen Fällen kann ein Aufhebungsvertrag eine flexible und oft beidseits vorteilhafte Lösung sein. Doch Vorsicht: Nicht jede Vereinbarung ist rechtlich unproblematisch.
Vorsicht bei Velos auf dem Fussgängerstreifen
Ein jüngst veröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts zeigt, wie komplex die Beurteilung von Verkehrsunfällen sein kann. Ausgangspunkt war eine Kollision zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer am 24. Oktober 2019.
Verwertbarkeit des Entsperrcodes ohne Belehrung
Stellen Sie sich vor, die Polizei steht vor Ihrer Tür, durchsucht Ihre Wohnung und fordert Sie plötzlich auf, den PIN-Code Ihres Handys preiszugeben. Ohne lange nachzudenken, geben Sie die Zahlenkombination ein – schliesslich sind es Beamte, die fragen. Doch dürfen die Behörden das überhaupt verlangen? Das Bundesgericht hat mit einem aktuellen Entscheid klargestellt: Nein, ohne vorherige Belehrung über das Aussage- und Mitwirkungsverweigerungsrecht ist eine solche Aufforderung unzulässig.
Mietzinshinterlegung – Was ist zu beachten?
Stellen Sie sich vor, der Kühlschrank Ihrer Mietwohnung geht ohne Ihr Verschulden kaputt. Die Vermieterin macht keine Anstalten, den Kühlschrank zu reparieren oder zu ersetzen. Was tun? Reduzieren Sie keinesfalls eigenmächtig den Mietzins! Auch vom Zurückbehalten der Mietzinszahlungen ist dringend abzuraten. Stattdessen haben Sie eine andere Möglichkeit: Die amtliche Mietzinshinterlegung.
Ungerechtfertigte Betreibung – was tun?
Es dürfte vielen bekannt sein: In der Schweiz kann jeder betreiben und jeder betrieben werden – einen Nachweis für die Forderung braucht es nicht, und das Betreibungsamt prüft dies auch nicht. Das führt dazu, dass Betreibungen manchmal missbräuchlich eingesetzt werden, etwa um Schuldner zu schikanieren. Selbst ein erhobener Rechtsvorschlag verhindert nicht, dass die Forderung im Betreibungsregister erscheint. Wie kann man sich dagegen wehren?
Stille oder einfache Gesellschaft?
Die einfache Gesellschaft ist ein bedeutendes, aber oft übersehenes Rechtsinstitut des Schweizer Obligationenrechts. Gemäss Art. 530 ff. OR handelt es sich um eine vertragliche Verbindung von zwei oder mehr Personen, die sich zusammenschliessen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen. Dabei sind weder ein Mindestkapital noch eine Eintragung ins Handelsregister erforderlich. Der Zusammenschluss kann formlos erfolgen und entsteht häufig unbewusst – etwa wenn Freunde gemeinsam ein Projekt starten, bei einer Bürogemeinschaft oder wenn eine Wohngemeinschaft ein gemeinsames Konto eröffnet. Die einzige Voraussetzung ist, dass sich mehrere Personen mit dem Ziel einer gemeinsamen Zweckverfolgung zusammenschliessen.
Skipiste – welche Regeln gelten? Und wer haftet bei Unfällen?
Winterzeit ist Pistenzeit, und dabei kommt es leider auch immer wieder zu Unfällen – teils mit schweren Verletzungen. Um solche Vorfälle möglichst zu vermeiden, hat der Internationale Skiverband (FIS) Verhaltensregeln erlassen. So besagt beispielsweise die FIS-Regel 3, dass der vorausfahrende Skifahrer Vortritt hat, und Regel 5 fordert einen Blick nach oben, bevor man Schwünge macht. Doch gewiefte Skifahrer könnten behaupten, dass diese Regeln ohnehin nicht durchsetzbar sind, da sie keine Rechtsnormen sind. Deshalb stellt sich die Frage: Wie verbindlich sind also diese Regeln, und welche rechtlichen Folgen hat ihre Missachtung?
Lohnt sich das Bilder-Klauen?
Der Aufschrei in den Medien war gross. Ein Fotograf erhielt 55 Franken Entschädigung für eine Drohnenaufnahme. Erfolglos klagte er auf ein höheres Honorar. Und büsste bitter dafür. Als Unterlegener musste er bzw. seine Rechtsschutzversicherung rund 9'500 Franken an Gerichtskosten und Parteientschädigung berappen. Das ist 172 Mal mehr als die zugestandene Entschädigung von 55 Franken.
Verstärkung für das Glaus Gabathuler-Team: Wir begrüssen Simona Stücheli

Baustelle in der Nachbarschaft
Baustellen in der Nachbarschaft können für Mieter zu erheblichen Belastungen führen – sei es durch Lärm, Staub oder Erschütterungen. Diese Immissionen können die Gebrauchstauglichkeit einer Mietwohnung oder eines Geschäftslokals beeinträchtigen und stellen unter Umständen einen Mangel im Sinne des Mietrechts dar, der einen Anspruch auf Mietzinsherabsetzung begründet.
Üble Nachrede durch «Like» auf Social Media?
Ehrverletzende Aussagen sind im Internet weit verbreitet, insbesondere auf Social-Media-Plattformen. Strafrechtlich relevant ist dabei insbesondere die Üble Nachrede gemäss Art. 173 StGB. Danach ist strafbar, wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt oder wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet. Nicht nur die ursprüngliche Aussage, sondern auch deren Weiterverbreitung kann daher strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die zentrale Frage lautet: Kann auch das Liken oder Teilen eines solchen Beitrags auf Social Media bereits eine strafbare Handlung darstellen?
Fortpflanzungsmedizin: Was ist erlaubt?
Wegen Unfruchtbarkeit oder schwerer Erbkrankheit erfüllen sich in der Schweiz jährlich rund 6’600 Paare mit medizinischer Hilfe den Kinderwunsch. Seit 2001 ist das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) in Kraft. Fortpflanzungsmedizin bedeutet insbesondere die Herbeiführung einer Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr. Die Fortpflanzungsmedizin wirft ethische, rechtliche und soziale Fragen auf.
Was für eine tolle vorweihnachtliche Überraschung. Herzlichen Dank, lieber Amar! #Lakers Nachwuchs
